Mai 2019 – E-Mail-Marketing 2.0 mit Googles AMP: Top oder Flop?

E-Mail-Marketing 2.0 mit Googles AMP: Top oder Flop?

 

Vor einigen Jahren haben wir bereits über ein damals noch recht mysteriöses Thema berichtet: Accelerated Mobile Pages, kurz AMP.

AMP ist eine Art Framework zur Erstellung von “schlanken”, sehr performanten Seiten für Mobile Devices. Es sollte dazu dienen, Content für die Ausgabe auf mobilen Geräten zu optimieren, indem es strikte Regeln aufstellte und den Einsatz gewisser Inhalte stark limitierte.

Zwischenzeitlich ist Google noch einen Schritt weitergegangen und hat “AMP in Email” auf das Internet losgelassen.
AMP für E-Mails soll die Erstellung und Verbreitung interaktiver E-Mails deutlich erleichtern und beschleunigen. Mit dem AMP for Email Framework können E-Mails nun als AMP Dokumente erstellt und verschickt werden.
Dadurch lassen sich zahlreiche, insbesondere für Marketing-affine Akteure sehr interessante Features in E-Mails integrieren.

Bild: Google

Möglich sind etwa Bilderkarussells, Formulare, sich live aktualisierender E-Mail-Content (wie etwa ein Sportergebnis), etc.
Das ist aus Marketingsicht natürlich ein Quell der Freude, da der User somit nicht mehr auf einen Link in einer E-Mail klicken muss, um auf eine Website zu gelangen, und erst dort dem eigentlichen Ziel der E-Mail nachkommen kann (etwa einen Artikel bestellen, einen Flug buchen, ein Gewinnspiel ausfüllen), sondern dies bereits direkt in seinem E-Mail-Client erledigen kann.
Der Call to Action kann also sofort und direkt bedient und damit die Gefahr eines Absprungs immens reduziert werden. Für viele Marketing-Experten ist das sicher eine sehr interessante Möglichkeit.

Bild: Google

Doch wo Licht ist ist bekanntermassen auch Schatten. Im Falle von AMP für E-Mail liegen die Schattenseiten vor Allem in der Standardisierung. Bislang waren E-Mails standardisiert und funktionieren daher auf nahezu allen Geräten und mit nahezu allen E-Mail-Programmen gleich. AMP-Mails sind hingegen von der Unterstützung des jeweiligen Anbieters und des E-Mail-Clients abhängig. Während z.B. Yahoo Mail oder Outlook die Technologie bereits unterstützen, ist längst nicht jeder E-Mail-Anbieter an Bord. Ein Fallback auf eine alternative HTML-Version der E-Mail kann hier Abhilfe schaffen.
Langfristig wird sich allerdings auch zeigen müssen ob noch mehr „BlingBling“ tatsächlich der richtige Weg ist. Schliesslich wird der Anwender schon heute mit Interaktionsmöglichkeiten und blinkenden Effekten „bombardiert“ und die Aufmerksamkeitsspanne sinkt und sinkt.
Ein weiterer Aspekt ist auch das Thema Sicherheit. Direkte Interaktionsmöglichkeiten in E-Mails bedeuten auch mehr Möglichkeiten für sogenannte Scammer und Auswirkungen in Bezug auf Spam, Phishing und andere Betrugsmethoden sind jedenfalls nicht unwarscheinlich.

Fazit: AMP für E-Mails birgt Potential für grossartige E-Mail-Kampagnen! Potentiell negative Aspekte sind vorhanden, lassen sich aber durch eine gute Strategie und eine optimale Umsetzung auf ein Minimum reduzieren.
Zum Thema AMP in E-Mails sowie allen weiteren technischen Fragen rund ums E-Mail-Marketing beraten wir Sie gerne. Kontaktieren Sie uns doch einfach unverbindlich!

 

Quellen:
https://techcrunch.com/2019/03/26/google-makes-emails-more-dynamic-with-amp-for-email/
https://cloud.google.com/blog/products/application-development/amp-for-email-developer-preview
https://blog.amp.dev/2019/03/26/building-the-future-of-email-with-amp/

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