Januar 2019 – Performance und wieso sich Optimierung lohnt!

Website Optimierung

Performance und wieso sich Optimierung lohnt!

Die Performance Ihrer Website ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg Ihrer Online-Aktivitäten. Lange Ladezeiten sind nicht nur nervig, sondern führen zu häufigen Besuchsabbrüchen und damit direkt zu einer Minderung der Conversion-Rate! Laut verschiedener Studien (z.B. von Google oder Akami) bedeutet eine Ladezeit von über 3 Sekunden bereits eine durchschnittliche Absprungrate von 32%. Bei Ladezeiten jenseits der 5 Sekunden verlassen in der Regel sogar 90% der Nutzer die Seite wieder – ohne eine Aktion ausgeführt zu haben!

Jeder verlorene Websitebesucher entspricht einem potentiell verlorenen Kunden und damit einer Menge verschenktem Potential. Für Betreiber von Online-Shops ist das ein grosses Ärgernis, aber auch bei Webseiten mit vordergründig informativem oder repräsentativen Charakter ist eine schlechte Website-Performance problematisch. Erreicht ein Besucher sein Ziel nämlich nicht, wird er sein Glück mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einer anderen Seite versuchen. Im Zweifel auf dem Online-Angebot eines Mitbewerbers! Damit ist zum einen der unmittelbare Onlineverkauf passé oder die „Leadgenerierung“ verpasst, zum anderen kann dies aber auch zu einem negativen Folgeeffekt führen. Laut einer Studie von Akami.com nimmt die Besucherzufriedenheit pro Sekunde zusätzlicher Ladezeit um durchschnittlich 16% ab. Da Ihre Website unmittelbar für Ihr Unternehmen steht und oftmals sogar der erste Berührungspunkt mit einem potentiellen Neukunden ist, stellt dies einen Effekt dar, den es unbedingt zu vermeiden gilt. Kunden, die schlechte Erfahrungen mit einer Website gemacht haben, besuchen diese übrigens auch in Zukunft deutlich seltener (Rückkehrwahrscheinlichkeit sinkt um bis zu 80%).

Generell gilt es also, die Ladezeiten so gering wie möglich zu halten. Als Richtwert haben sich 3 Sekunden bis zum Aufbau einer voll funktionsfähigen Seite bewährt. Dies gilt vor allem auch für Besucher, denen weniger Bandbreite zur Verfügung steht (z.B. in mobilen Netzwerken).

Infografik Websiteperformance
Infografik Websiteperformance

Ladezeit: Wichtiger Erfolgsfaktor für 2019

In den letzten Jahren hat die Grösse einer durchschnittlichen Website stark zugenommen. Videos und hochaufgelöste Bilder sind oft wichtiger Teil der Content-Strategie und interaktive Elemente und Animationen meist unerlässlicher Bestandteil einer guten „User-Experience“. Meistens geht dies jedoch zu Lasten der Website-Grösse (Daten, die vom Browser geladen und dargestellt werden) und erhöht die Anzahl ausgeführter Skripte (Stichwort: Rechenleistung). Während dies für Zugriffe via Desktop-PCs mit schnellen Internetverbindungen meist noch weniger kritisch ist, wird die Websitegrösse für Benutzer mobiler Geräte schnell zum Nadelöhr! Bei schlechter Netzabdeckung oder Gebieten ohne 4G-Netz (LTE) wird die ein oder andere Website sogar gänzlich unbenutzbar.

Laut den Daten von Statista wurden in 2018 bereits über 52% aller Websitezugriffe über mobile Geräte durchgeführt – Tendenz weiter steigend! Grund genug für Sie, die mobile Performance Ihrer Website zu testen. Für 2019 erwarten wir einen weiteren Anstieg der mobilen Zugriffe auf bis zu 60%. Je nach Zielgruppe eines Onlineangebots sogar auf Werte, die noch deutlich höher liegen.

WEBSITE-PERFORMANCE & SEO

Neben dem direkten Einfluss der Performance auf das User-Verhalten haben grosse Ladezeiten noch weitere negative Effekte. Google nutzt die durchschnittliche Ladezeit einer Website seit Juli 2018 als Faktor für das Ranking und damit die Auffindbarkeit einer Website (Quelle: Google). Neben einer Reihe weiterer Grössen ist Ladezeitoptimierung damit auch relevanter Bestandteil einer SEO-Strategie und wirkt sich vor allem auf die Suche über mobile Geräte aus. Ist Ihre Website oder Teile der Website besonders langsam, hat das also direkt negative Auswirkungen auf die Sichtbarkeit.

WEBSITE-PERFORMANCE: ANALYSIEREN

Um die Performance einer Website optimieren zu können, muss man diese erst einmal messen. Hierfür gibt es eine Reihe kostenloser Werkzeuge im Netz. Aus Erfahrung können wir z.B. die Website: Google-Page-Speed-Insights empfehlen. Hier lässt sich die Performance einer Website für Mobil- und Desktopgeräte getrennt analysieren. Google vergleicht die Performance unter anderem auch mit den Daten vergleichbarer Webseiten und zeigt einen leicht verständlichen Bewertungsindex. Einen ähnlichen Service bietet z.B. auch der Dienst Pingdom. Wer tieferen Einblick möchte, dem können wir den „Lighthouse-Test“ aus den „Entwickler-Tools“ des Chrome-Browsers empfehlen. Neben den geladenen Daten sind hier vor allem auch die Auswirkungen diverser Skripte und CSS-Dateien analysierbar.

WEBSITE-PERFORMANCE: OPTIMIEREN

Um die Performance Ihrer Website zu optimieren, bedarf es zuerst einer genauen Analyse. In Abhängigkeit der möglichen Probleme können verschiedene Massnahmen in Frage kommen. Gegebenenfalls ist auch die Kombination solcher Massnahmen für den Erfolg notwendig.
Neben der Komprimierung von Bildern und Videos kann auch das Zusammenführen einzelner Skripte oder CSS-Dateien positive Auswirkungen auf die Ladezeit haben (Reduzierung von “Requests”). Bei Webseiten mit einer grossen Anzahl an Bildern und Videos lässt sich die Ladezeit z.B. mit Techniken wie „Lazy-Loading“ entscheidend verbessern. In diesem Zusammenhang lohnt sich gegebenfalls auch ein Blick auf Googles AMP-Projekt, mit dessen Ressourcen sich Verbesserungen gezielt für mobile Geräte umsetzen lassen.
Für Websites, die auf einem Content Management System (CMS) basieren (z.B. TYPO3, WordPress, Drupal, Sitecore Experience, Adobe Experience Manager) bietet sich zudem das „Caching“ als effiziente Methode zur Performanceverbesserung an. Viele CMS generieren den tatsächlichen HTML-Code erst, wenn der Websiteaufruf vom Browser an den Webserver übermittelt wird. Wartezeit, auf die in vielen Fällen verzichtet werden kann! Mit den richtigen Caching-Massnahmen können viele solcher dynamischer Inhalte bereits in einem Cache vorgehalten und bei Bedarf unmittelbar bereitgestellt werden. Caching kann dabei beispielsweise auf Seiten des Webservers (z.B. Apache), über ein CDN (Content Delivery Network) wie z.B. Cloudflare oder auch im Browser des Webseitenbesuchers stattfinden. Je nach Anforderung und Natur der Webseite ist unter Umständen auch eine Kombination dieser Methoden empfehlenswert.
Wenn Sie mehr über Caching und weitere Massnahmen und Möglichkeiten zur Optimierung Ihrer Online-Angebote wissen wollen, sprechen Sie uns an. Wir analysieren Ihre Website gerne auch unverbindlich, beraten Sie bei der Wahl der richtigen Methoden und realisieren Optimierungsmassnahmen kompetent und effizient.

Mehr Infos zum Thema Website-Optimierung gibt es hier.

Quellen: