Thema des Monats

Facebook für Unternehmen

Mann im Anzug hält überdimensionales Facebook Logo in der Hand

Facebook ist allgegenwärtig. Mit knapp 3,67 Millionen Nutzern in der Schweiz hat das soziale Netzwerk eine enorme Reichweite. Neben einem eigenen Webauftritt unterhalten viele Firmen mittlerweile auch einen Facebook-Account. Mit diesem Artikel wollen wir Ihnen daher kleine Kniffe zeigen, mit denen Sie Facebook noch effektiver nutzen können, aber auch einige Fallstricke aufzeigen. Bringen Sie Ihre Unternehmensseite mit unseren Inputs auf Vordermann. 

Wieso und für wen?

Facebook hat es wie kein anderes Social-Media-Netzwerk geschafft, sich über alle gesellschaftlichen Schichten, Altersgruppen und Interessengemeinschaften hinweg im Alltag vieler verschiedener Menschen zu etablieren. Anders als Netzwerke wie Xing, LinkedIn aber auch Twitter, wird Facebook verstärkt als privater Bereich wahrgenommen. Ganze Familien sind auf Facebook vernetzt und kommunizieren dort auch innerfamiliär. Das Gefühl dieser “Vertrautheit” ist es, das Unternehmen mit einem Facebook-Auftritt nutzen können. Der große Vorteil ist nämlich, dass die Kommunikation mit dem Kunden direkt in seinem “Private Space” stattfindet. Die Interaktion mit und durch den Kunden kann dadurch eine emotionale Qualität erhalten, die sich positiv auf die Kundenbindung aber auch die Aussenwirkung der Marke/des Unternehmens auswirkt. Durch geschickte Kommunikation mit dem Nutzer wird dieser unter Umständen zu einem Advokaten für Ihre Marke und trägt diese, als persönliche Empfehlung gelabelt, hinaus in sein Netzwerk. All diese Überlegungen führen allerdings auch zum großen ABER und zu der Frage, für wen ein Auftritt auf Facebook sinnvoll ist.

Das ABER ist: Ein Facebook-Auftritt, der einen wirklichen Mehrwert generieren soll, macht Arbeit. Hier und da einen Post abzusetzen und regelmäßige Produktupdates zu platzieren wird nicht ausreichen. Ihre Community will unterhalten und emotional angesprochen werden. Sie brauchen mindestens ein Kommunikationskonzept für Facebook. Überlegen Sie wer Ihre Kunden sind und wo die Hauptschnittmengen - vor allem im privaten Bereich - liegen könnten. Daraus lässt sich oft schon gut ableiten, über welche Themen und vor allem auch WIE sie mit Ihren Kunden auf Facebook kommunizieren wollen.
Zur Pflege und Weiterentwicklung Ihrer Community sollten Sie sich übrigens täglich mindestens eine halbe Stunde Zeit nehmen, z.B. auch um Ihre Aktivitäten zu analysieren und dann zu optimieren. Soll oder kann das nicht geleistet werden, ist tatsächlich die Frage zu stellen, ob eine Facebookseite wirklich notwendig ist.
Im Idealfall erzielt man auf Facebook mit überschaubarem Aufwand durchaus einen tollen Effekt. Es ist jedoch nahezu ausgeschlossen mit geringem Aufwand wirklich zu punkten.
Sollten Sie davor nicht zurückschrecken, dann sind in den nachfolgenden Zeilen sicher einige tolle Tipps für Sie dabei!

 

Gut geplant ist halb gewonnen 

Zu Beginn Ihrer Aktivitäten innerhalb des sozialen Netzwerks, empfiehlt sich die Aufstellung eines Kommunikationsplans. Vor allem für kleinere Firmen - wie uns ;) -  die für den Auftritt nicht extra einen Social Media Manager einstellen können. Mit dem Plan lassen sich langfristig Beiträge planen und auf die Schnelle Zeiträume erkennen, für die ggf. noch Content fehlt. Denn wichtig beim Posten ist vor allem eines: Kontinuität! Alle zwei Wochen einen Post abzusetzen und sich dann zu wundern, warum die Interaktion ausbleibt, ist schlichtweg unklug. Durchschnittlich postet ein Unternehmen acht mal am Tag etwas in Facebook. Wir nutzen für unseren Kommunikationsplan eine Excel-Liste. Kostenlose Vorlagen gibt es dafür z.B. unter sinnwert-marketing.de oder excel-vorlagen.net.

Social Media Management Tools zum Überblicken der einzelnen Kanäle gibt es viele. Die meisten sind zwar auf Dauer kostenpflichtig, bieten aber häufig eine 1-2-wöchige Schnupperphase an. Wer also schauen möchte, ob solche Management Tools überhaupt etwas für die eigene Firma sind, der findet u.a. in dieser Liste einzelne Anbieter und kann direkt vergleichen.

 

Die richtige Ansprache ist das A & O

Laut einer Umfrage des deutschen Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BDVW) ist Facebook das soziale Medium, über das Nutzer am häufigsten auf Produkte aufmerksam werden.

Wichtig ist dabei jedoch, dass Sie bereits beim Posten darauf achten, nicht zu plump vorzugehen. Persönliche und emotionale Beiträge rufen in der Regel die meisten Interaktionen hervor. Verfallen Sie nicht in typischen Werbejargon.
Als Tipp: kommunizieren Sie mit Ihren Kunden auf Facebook persönlicher als Sie es auf Ihrer Webseite oder sogar im Ladengeschäft tun. Sie sitzen ja direkt im virtuellen Wohnzimmer des Nutzers und nicht etwa hinter einer Ladentheke oder im Büro... Zudem sollten Sie sich immer fragen, welchen Mehrwert ein Nutzer von Ihrem Post hat? Niemand reagiert auf etwas, das er/sie nicht in irgendeiner Weise interessant findet. Hand aufs Herz, das machen Sie ja auch nicht, wenn Sie privat in Facebook unterwegs sind.

Überlegen Sie daher immer, ob Ihr Post einen wirklichen Nutzen für Ihr Community-Mitglied hat. Das kann ein Gewinnspiel sein, ein Beitrag, der Informationen vermittelt aber auch etwas, das einen herzlich zum Lachen bringt oder generell emotional anspricht (siehe die Erfolgsstory von Grumpy Cat). Aber auch ein Beitrag, der das Arbeitsleben in Ihrem Unternehmen betrifft, kann für Ihre Community unter Umständen interessant sein. Dabei sollte es natürlich nicht so sehr um organisatorische Dinge gehen. Zeigen Sie Ihren Kunden, dass Sie als Firma selbst Teil der Community sind und diese nicht nur als Kanal für Bekanntmachungen wahrnehmen.

 

Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte

Auch Umfragen stehen Ihnen in Facebook zur Verfügung. Jedoch besteht hier seit einiger Zeit nur noch die Möglichkeit, zwei Optionen zur Auswahl zu geben. Die beiden Optionen können dabei entweder mit einem Bild oder mit einem GIF bestückt werden. Weiterhin kann der Zeitraum bis zu welchem die Umfrage laufen soll, festgelegt werden.
Vorteil bei Umfragen ist, dass sie interaktiv sind. Allerdings gibt es aktuell noch nicht die Möglichkeit, Umfragen zu bewerben. Kleineren Firmen oder Start-Ups mit nur geringer organischer Reichweite kann es daher passieren, dass auf Umfragen nur geringe Interaktion erfolgt. Wem diese Variante der Umfrageerstellung zu limitiert ist, der kann auch mit Apps umfangreichere Umfragen erstellen, bspw. mit umfrage-app.com. Dort gibt es auch die Möglichkeit, Gewinnspiele oder Quiz zu erstellen. 

Grundsätzlich sollte mit Spass an die sozialen Netzwerke herangegangen werden. Trauen Sie sich, die unterschiedlichen Beitragsarten auszuprobieren. Vor allem Bilder funktionieren bei Facebook sehr gut. So können in einem Slider bis zu 10 Bilder eingefügt werden, die nacheinander abgespielt werden. Je nach Geschmack lässt sich das Ganze noch mit Musik untermalen.
Bei einem Fotokarussell lassen sich mehrere Bilder einbauen, die sich der User durch einen Pfeil am rechten Rand der Reihe nach ansehen kann. Schöner Nebeneffekt beim Karussell: Auf die einzelnen Bilder lassen sich unterschiedliche Links legen. Wir haben somit bspw. einen Jahresrückblick gestaltet und jeweils auf unsere Projekte, die Teamseite und den k-webs Techblog verlinkt. 

 

Analysetools für sich arbeiten lassen

Wichtig ist es, regelmässig die Statistiken zu checken. Statistiken? Woher sollen die kommen? Auch hier liefert Facebook die Tools wieder selbst mit. Hierzu stehen einem unter Statistiken eine Bandbreite verschiedener Kennzahlen zu den Inhalten auf Ihrer Facebook-Seite zur Verfügung. 
So lässt sich die Erstellung und Nutzung von Inhaltselementen verfolgen, die Reichweite bestimmter Meldungen anzeigen und prüfen, welche demografischen Gruppen wie oft  Inhalte teilen und damit interagieren. 
Unter Statistiken > Personen wird ersichtlich, welche Personen (Geschlecht, Alter, Herkunft) mit Ihrer Seite interagieren. Die Erkenntnisse daraus helfen, eine Zielgruppe für Ihre Facebookpage herauszuarbeiten. Orientieren Sie sich beim Posten an den Interessen Ihrer Zielgruppe. 
Auch die Uhrzeit zu der Sie posten, kann den Erfolg des Posts beeinflussen. Hierzu können Sie unter Statistiken > Beiträge checken, wann ihre Facebook-Fans online sind und dann dementsprechend Ihre Beiträge terminieren.

 

Soziale Netzwerke wirken unterschiedlich

Auch zwischen den sozialen Medien gibt es deutliche Unterschiede in der Wirkung/Reichweite der Beiträge. Nicht jeder Post funktioniert auf jedem sozialen Medium zur gleichen Uhrzeit gleich gut. Arbeitsnetzwerke wie Xing oder Linkedin werden eher unter der Woche besucht. Netzwerke wie Pinterest, bei denen es viel um kreative Ideen und deren Umsetzung geht, werden hingegen eher zum Feierabend oder am Wochenende aufgesucht, während Facebook und Twitter sowohl privat als auch beruflich genutzt werden.
Falls Sie neben Facebook noch andere soziale Netzwerke betreuen, hilft Ihnen vielleicht diese Infografik.
Diese Trends zu verstehen und zu analysieren, erleichtert es enorm, Inhalte gezielter und mit einem höheren Mehrwert für die Nutzer bereitzustellen.

 

Leitfaden

Facebook stellt einen eigenen Leitfaden zur Verfügung. Hier kann man z.B. checken, welche Mindestgrösse Bilder haben müssen und welche Formate unterstützt werden.
Wenn Sie mehrere Social Media Accounts betreuen, sei Ihnen diese Liste ans Herz gelegt. Hier haben Sie die notwendigen Bildgrössen je nach Format (bspw. Chronik Fotos, Profilfotos oder Shares Images) auf einen Blick.

 

“Facebook lernen”

Facebook bietet mit Blueprint E-Learning-Kurse an. Hierbei kann das Kursangebot gefiltert werden. Filtermöglichkeiten sind unter anderem die Dauer; je nachdem, wie viel Zeit man für einen Kurs investieren möchte oder die Schwierigkeitsstufe; so wird vermieden, dass Facebook-Neulinge überfordert bzw. Erfahrene gelangweilt werden. Ebenfalls kann das Kursangebot thematisch gefiltert werden, je nachdem welches Geschäftsziel (bspw. "Online-Umsätze steigern" oder “Bekanntheit steigern”) im Vordergrund steht. Nach Abschluss eines Kurses lässt sich dazu ein Zertifikat herunterladen.

 

Falls Sie Assistenz bei der Einrichtung Ihrer Facebook Präsenz benötigen, nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Wir beraten Sie gerne.

Referenzen

Aufgrund unserer über 16-jährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Webentwicklung, können wir auf eine lange und vielseitige Liste von Referenzen verweisen. Machen Sie sich selbst ein Bild von unserer Bandbreite, und stöbern Sie etwas herum. Wir sind sicher, wir können Sie überzeugen! Unsere Referenzen »

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