Thema des Monats

Möglichkeiten der Augmented und Virtual Reality

Handy wird von Person vor eine Strassenkulisse gehalten.

Teil 1 – Augmented Reality

In den letzten Jahren hat das Thema Virtual Reality und Augmented Reality stark an Präsenz in der Medienwelt gewonnen. Für die Zukunft sagen Experten ein weiteres Wachstum voraus. Wir stellen die beiden Themen vor und liefern Impressionen, wie Sie damit einen Mehrwert für Ihre Kunden generieren können. Im ersten Teil geht es um die Erweiterung der Realität durch Augmented Reality.

Es war im Jahr 2016, in dem man vermehrt Menschentrauben an öffentlichen Orten wahrnahm, die scheinbar ziellos umherliefen und dabei gefesselt auf ihre Handydisplays starrten. Doch was hatte es damit auf sich? Es war das Jahr, in dem Pokémon Go auf den Markt kam. Dabei handelt es sich um ein Smartphone-Spiel, mit dem die Nutzer auf virtuelle Jagd nach den kleinen animierten Tierchen gehen können. In kurzer Zeit entstand daraus ein Hype und brachte damit einer breiten Masse die Technologie der Augmented Reality (AR) näher.

Bei der Augmented Reality (zu deutsch: erweiterte Realität) wird die reale Welt gezeigt und mit virtuellen Objekten überlagert. So sieht der Nutzer die reale Welt und bekommt zusätzliche Informationen eingeblendet. Es gibt zum Beispiel mittlerweile Restaurants, die ihr Menü mit AR verknüpft haben. Bevor die Kunden ihr Essen bestellen, können sie sich auf dem Display anschauen, wie dieses aussieht.

 

Zwar werden eigene Augmented Reality Devices angeboten (wie bspw. die Microsoft Hololens), für aktuelle Anwendungsszenarien reicht jedoch oft ein Handy oder Tablet aus. AR ist daher leicht zugänglich, da mittlerweile fast jeder über ein Smartphone verfügt und man ohne zusätzliches Equipment auskommt.

Ein weiteres Schlagwort, das im Zusammenhang mit AR häufig auftaucht, ist Virtual Reality (VR). Beide Begriffe sind sich ähnlich, haben jedoch ganz klare Unterschiede.Da AR und VR für sich allein schon sehr komplexe Themen sind, werden wir uns in diesem Artikel zunächst nur mit AR beschäftigen. Ein weiterer Artikel zum zweiten Themenkomplex VR folgt im Laufe des Jahres. Dennoch möchten wir zum besseren Verständnis hier bereits kurz auf den Unterschied zwischen AR und VR eingehen.

Bei der virtuellen Realität entschwindet man komplett in eine andere Welt. Um in die VR abtauchen zu können benötigt es jedoch spezieller Hilfsmittel, wie zum Beispiel einer VR-Brille. Ein Anwendungsbeispiel: Obwohl in der Realität auf dem heimischen Sofa sitzend, befindet sich der Nutzer mithilfe von VR mittendrin in einer rasanten Achterbahnfahrt. Die reale Umwelt um ihn herum wird nicht mehr wahrgenommen. Freizeitparks nutzen diese Methode mittlerweile vermehrt und können durch die Kombination von realen Achterbahnen und VR-Technologie das virtuelle Erlebnis für den Besucher noch echter gestalten. Um in die VR abtauchen zu können, benötigt es – anders als bei der AR – jedoch spezielle Hilfsmittel, wie zum Beispiel eine VR-Brille.

 

AR ist durchaus nicht neu, sondern stammt bereits aus dem vergangenen Jahrhundert. Ursprung ist dabei – ebenso wie viele andere technische Standards wie bspw. Mobiltelefon oder GPS – der Militärbereich. Piloten von Kampfflugzeugen nutzten bereits in den 1940er Jahren AR als System zum Anvisieren von Zielen. Dabei wurde ein zusätzliches Display heruntergeklappt und so das Sichtfeld des Piloten um weitere Informationen erweitert.

Anwendungsbeispiele für Augmented Reality

AR wird oftmals als witzige Spielerei abgetan, das nur der reinen Unterhaltung dient. Die Möglichkeiten/Situationen in denen AR zum Einsatz kommen kann, sind jedoch schier endlos. Im folgenden zeigen wir beispielhaft einige Anwendungen mit AR, die zwar auch Spass machen, dabei aber noch einen echten Mehrwert liefern.

Wer die Filme zu Harry Potter gesehen hat, der weiss: In der Welt von Hogwarts führen die Bilder ein Eigenleben. Ganz ohne Zauberei können Künstler mit dem AR-Tool Artivive ihre Bilder zum Leben erwecken und mit der Verbindung von klassischer und digitaler Kunst somit eine neue Perspektive für Zuschauer schaffen. In die Bilder eintauchen können Besucher auch im Städel Museum in Frankfurt. Beim Scannen der Bilder erhalten sie Text-, Audio- und Videomaterial zu verschiedenen Gemälden im Museum.

 

Wer Geschichte lieber an der frischen Natur zu Fuss erkunden möchte, der hat dazu in Berlin gute Möglichkeiten. An mehreren Plätzen in der Stadt gibt es Plakate. Visiert man diese mit dem Handydisplay an, laufen Filme zu historischen Begebenheiten an dieser Stelle ab. So bspw. die Flucht einer Frau in den Westen Deutschlands kurz nach dem Mauerbau in Berlin. Das Haus in der Bernauer Strasse aus dem sie sprang, befand sich genau auf der Grenze zwischen Ost- und Westberlin

 

iPhone-Nutzer in der Schweiz haben mit der App swiss squares die Möglichkeit, Stadt-Ansichten von gestern, heute und morgen zu betrachten. In zehn schweizer Städten (darunter Aarau, Basel und Zürich) erfährt der Nutzer somit, wie sich öffentliche Plätze entwickelt haben und weiter verändern. Die Lokalisierung erfolgt bei allen drei vorgestellten Tools via GPS.

Auch in der Werbung findet AR bereits häufig Verwendung. Tramnutzer in Bern konnten die sachlichen Informationen zum Fahrplanwechsel mittels AR vom Plakat scannen und als romantische Liebesgeschichte aufbereitet auf dem Mobilgerät anschauen. Pendler in London, die wie jeden Morgen auf den Bus warteten, staunten nicht schlecht, als sich ihnen plötzlich ein Tiger raschen Schrittes näherte. Dass dieser gar nicht echt sondern mittels AR in der Glasscheibe der Haltestelle zu sehen war, daran dachte im ersten Schockmoment wohl niemand.

 

Selbst in klassischen Printmedien lässt sich AR einsetzen. Ein Kinderbuch ist dann nicht mehr nur zum lesen da. Die Figuren daraus werden zum Leben erweckt und lassen sich mit Fingerbewegungen steuern.  Trockene Geschäftsberichte und weitere Firmenpublikationen mit AR ergänzen? Kein Problem! Auch Zeitschriften-Kampagnen können interaktiv gestaltet werden. So sieht man bei einer Vespawerbung via Mobilgerät das Fahrzeug in Miniatur vor sich, kann Farbe und Design individuell anpassen und es danach auf einer Teststrecke fahren lassen.

Fazit

Weltweit wurden im Jahr 2012 erstmals mehr Smartphones als Handys verkauft. Jeder Dritte geht mittlerweile per Smartphone oder Tablet online. Durch die stetig zunehmende Technologie steigt die Anzahl an AR-fähigen Geräten - und damit auch deren mögliche Anwendungsfälle. Unsere oben dargestellten Beispiele zeigen nur einen kleinen Ausschnitt aus der Vielzahl an Möglichkeiten, wie AR in Zukunft angewendet werden kann. Für Deloitte stellt 2018 den Durchbruch für AR dar, “schließlich wird die Augmented Reality zu einem wichtigen Treiber für Gerätenutzung, Smartphone-Verkäufe und Downloads bestimmter App-Typen wie Shopping, Games und Social Networks.” Wichtig ist, bei all den technischen Raffinessen, die AR bietet, nah am Kunden zu bleiben und eine Möglichkeit zu forcieren, mit der man einen wirklichen Mehrwert schafft. Hat die Technologie der erweiterten Realität Ihr Interesse geweckt? Oder spielen Sie schon länger mit dem Gedanken, sich mit Hilfe von AR von der Konkurrenz abzugrenzen? Wir haben die Kompetenzen zur Realisierung eines AR-Projekts und unterstützen Sie gerne, Möglichkeiten für Ihre Firma zu analysieren.

 

 

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